Geschichte

Aus den Anfängen des Holzspaltens

 

Als der Luzerner Wirt Josef Zaicomo 1968 im Alpengarten Luzern zum Holzspalten einlud, dachte wohl niemand daran, dass Holzspalten auch heute nach wie vor eine interessante und spannende Angelegenheit mit Eilnehmern aus vielen Teilen der Deutschschweiz und keineswegs nur von Forstleuten betrieben wird.

 

Die zweite und dritte Austragung fand dann ebenfalls im Alpengarten in Luzern statt. Übrigens spaltete bei der ersten Austragung der bestbekannte Velorennstar Ferdi Kübler mit. Die vierte Holzspaltmeisterschaft organisierte Franz Dörig. Mit der Rekordbeteiligung von 366 Teilnehmern fand diese in Küssnacht am Rigi statt. Damals winkte dem Sieger ein Zuchtkalb als Gabe.

 

Nach einem Unterbruch von drei Jahren nahm Leo Kiser, Beizer im Schoried, das Heft in die Hand und lud die 180 Spaltfreudigen Teilnehmer nach Alpnach ein. Ab dem Jahr 1977 wurde auch die beste Holzspalterin erkoren. In Schoried Alpnach fanden dann noch unter der Leitung des gleiche OK's sechs weitere Spaltmeisterschaften statt.

 

Von 1989 bis 2010 organisierte der ehemalige Spitzenschwinger Zeno Spichtig als OK-Präsident mit vielen Gleichgesinnten die Schweizerische Holzspaltmeisterschaft in Kerns. Seit dem Jahr 2002 wird die Schweizerische Holzspaltmeisterschaft abwechslungsweise zwischen Kerns und Hergiswil am Napf organisiert und durchgeführt. Die Teilnehmerzahl hat sich je nach Anlass zwischen 80 und 130 Teilnehmern eingependelt.

 

Nebst der Schweizerischen Holzspaltmeisterschaft gab es weitere Spaltmeisterschaften wie zum Beispiel St. Antönien (Graubünden), Stechelberg / Wilderswil (Bern), Schwarzenberg (Luzern). Leider sind aktuell nur noch die beiden Obwaldner Holzspaltervereine Kerns und Sarnen zusammen mit den Napfspaltern aus Hergiswil gewillt Spaltmeisterschaften zu organisieren.

 

Nebst den reinen Spaltanlässen finden zum Beispiel in Uri Hand-Waldsägemeisterschaft und in Eptingen (BL) die Handsäge- und Spaltmeisterschaft statt.

 

Die Handholzerszene würde sich freuen, wenn weitere Vereine und Interessierte den Mut haben eine Holzspaltmeisterschaft zu organisieren um das interessante Handwerk nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

 

Zu den Anfängen wurden 33 cm lange Holzrugel in vier "gleichmässige" Stücke gespalten. Seit dem Jahr 1980 werden 25 cm lange und zwischen 8 - 20 cm Durchmesser grosse Holzrugel (Buche, Tanne) gespalten. All dieses und weitere Vorgaben finden sich in einem Reglement, welches bei Anpassungen von allen aktiven Vereinen anlässlich einer Delegiertenversammlung verabschiedet wird.